Abschaffung der Sonderjagd, Nein!

Am 19. Mai stimmen Bündnerinnen und Bündner über die Initiative «Abschaffung der Sonderjagd» ab. Diese Initiative ist gefährlich und die Folgen wären fatal: 

  • Wintersterben, Stress bei der Nahrungssuche, Verdrängungskämpfe, Krankheiten
  • Verbissschäden an (Schutz-)Wald und landwirtschaftlichen Kulturen
  • Seuchengefahr für Nutztiere, Konflikte in Wohnsiedlungen, noch mehr Verkehrsunfälle
  • Staatlich angeordnete Jagd (Regiejagd) und unnötige Experimente auf dem Buckel von Wald, Wild und Landwirtschaft

Darum sagen wir: NEIN zur Abschaffung der Sonderjagd! Denn unsere intakte Bündner Natur besticht durch ihre Artenvielfalt bei Pflanzen und wild lebenden Tieren. Bauern bewirtschaften Wiesen und Weiden und tragen mit der Kulturlandpflege wesentlich zur ökologischen Vielfalt bei. Jäger richten in Fronarbeit Ruhezonen ein und pflegen Biotope. Mit der Jagd erfüllen sie eine weitere wichtige Aufgabe: Sie passen die Wildbestände unseren vorhandenen Lebensräumen an. In den letzten Jahren hat der Hirschbestand im Kanton Graubünden zugenommen. Diese Entwicklung ist auf grosse Wanderpopulationen zurückzuführen: Hirsche aus den benachbarten Kantonen und dem angrenzenden Ausland wandern im Spätherbst und Winter nach Graubünden. Weil sie erst nach der Hochjagd im September hier ankommen, können sie mit der regulären Jagd nicht erreicht werden. Damit die Hirschbestände abschliessend reguliert werden können, ist eine Nachjagd im November/Dezember nötig – die heutige Sonderjagd.